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Zwangsstörungen aus gestalttherapeutischer Sicht: Wenn Kontrolle zum Überlebensversuch wird
Zwangsstörungen wirken nach außen oft wie ein rätselhaftes Muster aus Handlungen und Gedanken, das niemand wirklich versteht, nicht einmal die Betroffenen selbst. Aus gestalttherapeutischer Sicht zeigt sich darin jedoch etwas Wesentliches: ein Mensch, der versucht, im inneren Chaos Halt, Orientierung und Sicherheit zu finden. Zwänge entstehen nicht aus Willensschwäche. Sie entstehen dort, wo die psychische Belastung zu groß wird, um sie direkt zu spüren, zu benennen oder au
Susanne Hermann
23. Nov. 20253 Min. Lesezeit
Wenn ein geliebter Mensch schwer erkrankt – Unterstützung für Angehörige in herausfordernden Zeiten
Wenn ein geliebter Mensch schwer erkrankt, geraten Angehörige oft in einen Zustand, der sich kaum in Worte fassen lässt. Der Alltag läuft weiter, aber innerlich ist vieles wie eingefroren. Sorge, Angst, Verantwortung, Hilflosigkeit und ständige Wachsamkeit bestimmen plötzlich die Tage und die Nächte. Viele Angehörige funktionieren in dieser Zeit nur noch: Sie organisieren Termine, begleiten zu Untersuchungen, halten Kontakt zu Ärzt:innen, Pflege und versorgen, pflegen und ver
Susanne Hermann
23. Nov. 20252 Min. Lesezeit
Trauer: ein Zustand, der Raum und Sprache braucht
Trauer zeigt sich selten so, wie wir es erwarten würden. Sie folgt keinem Plan, hält sich an keine Logik und lässt sich auch nicht in klare Phasen sortieren. Viele Menschen erleben sie eher wie ein inneres Kommen und Gehen: Momente, in denen alles über sie hinwegrollt, wechseln sich ab mit Phasen, die fast ruhig wirken. Dazwischen gibt es diese Zwischenräume also Zeiten, in denen man nicht weiß, was man fühlt oder ob man überhaupt etwas fühlt. Auch das gehört dazu. Wie Traue
Susanne Hermann
22. Nov. 20252 Min. Lesezeit
ADHS im Erwachsenenalter: Alltag, Risiken und der Umgang mit Stimulanzien
ADHS gehört zu den sogenannten neurodivergenten Verarbeitungsstilen . Das bedeutet nicht, dass das Gehirn „krank“ ist, sondern dass es Reize, Informationen und Emotionen anders verarbeitet als das, was als neurotypisch gilt. Im Zentrum steht eine Dopamin-Dysregulation . Dopamin ist ein Botenstoff für Motivation, Fokus, Belohnung, Antrieb und emotionale Regulierung. Bei ADHS ist dieses System unteraktiv , was bedeutet: Routinetätigkeiten fühlen sich anstrengender an Belohnung
Susanne Hermann
22. Nov. 20254 Min. Lesezeit
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